UZH: Akademische Freiheit oder Feudalsystem?

Dienstag, 25. März 2014, 18.15 Uhr im Hörsaal KOL-F-101 (Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, 8006 Zürich)

Immer wieder macht die Universität Zürich Schlagzeilen – und leider oft negative.

Mit der UBS schliesst sie einen Sponsoring-Vertrag ab, den sie erst auf grossen Druck und eine Klage beim Verwaltungsgericht hin offenlegt und mit dem klar wird, wie weit die Wirtschaft in das Funktionieren der Uni Zürich eingreifen kann und wie weitgehend die Unabhängig­keit der Lehre und der Institution Uni hier infrage gestellt wird.

Das Medizinhistorische Institut kommt nach der Entlassung von Christoph Mörgeli und darauf von Iris Ritzmann nicht aus den Medien. Selbst der Rücktritt von Rektor Andreas Fischer führte vorderhand nicht zu einer Klärung und Beruhigung.

Im Zusammenhang mit der Causa Mörgeli und Ritzmann werden ohne rechtliche Grund­lage Telefon- und Maildaten von Mitarbeitenden der Universität an die Staatsanwaltschaft heraus­gegeben. Im vorauseilenden Gehorsam bricht die Unileitung den Datenschutz.

Sind die undurchsichtigen Entscheide und das Setzen auf Hierarchie statt auf Transparenz nur unglückliche Ausnahmesituationen oder sind sie symptomatisch für die Zustände an der UZH? Zeigt sich hier der Kniefall der Universität vor Politik und Wirtschaft? Herrscht an der Uni Zürich statt der Freiheit von Forschung und Lehre ein Feudalsystem? Kontrolle statt Kreativität?

Informationen von und Diskussionen mit

  • Philip Ursprung, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich:
    Gefangen zwischen den Fronten: Die SVP, die UZH und Prof. Iris Ritzmann
  • Marcel Hänggi, Journalist:
    Der UBS-Vertrag: Beweis für wirtschaftliche Unterwanderung und Ökonomisierung der Uni?
  • Hansruedi Schelling, Präsident der VPOD-Gruppe UZH:
    Das gefährliche Spiel mit den Daten: Rechtssicherheit oder Willkür?
  • Corsin Zander, ehemaliger Redaktionsleiter Zürcher Studierendenzeitung:
    Wer lenkt die Uni wirklich? Personen und Strukturen der Macht an der UZH.
  • Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD:
    Demokratie und Partizipation! Forderungen für freie und soziale Hochschulen.

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und eine engagierte Teilnahme.